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Flächen-, Feld- und Waldbrände halten Feuerwehren in Atem

Feld- und Waldbrand

Einsatzort: Strullendorf – Bamberg

Bei der initialen Lageeinschätzung nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte wurde ein Getreidefeld nordwestlich von Strullendorf in einem intensiven Brandzustand festgestellt. Es bestand eine erhebliche Gefahr der Ausbreitung auf ein angrenzendes Waldgebiet. Die Rauchentwicklung war bereits aus mehreren Kilometern Entfernung während der Anfahrt sichtbar.

Der Einsatzablauf gestaltete sich wie folgt:

Die anfänglichen Maßnahmen zur Brandbekämpfung konzentrierten sich auf den Versuch, ein Übergreifen des Feuers auf das angrenzende Waldgebiet durch einen Zangenangriff zu verhindern. Aufgrund starker Windbedingungen konnte jedoch ein Übergreifen des Feuers nicht verhindert werden. Dies führte zur Alarmierung weiterer Feuerwehren und Tanklöschfahrzeuge zur Unterstützung an der Einsatzstelle. Die Wasserversorgung wurde mittels vier Tragkraftspritzen aus dem angrenzenden Main-Donau-Kanal sowie durch Güllefässer sichergestellt.

Die rasche Ausbreitung des Brandes im Waldgebiet erforderte die Einstellung des Schiffverkehrs auf dem Main-Donau-Kanal. In Abstimmung mit der Polizei wurde der Polizeihubschrauber “Edelweiß” mit Außenlastbehälter als präventive Maßnahme angefordert und flog im Anschluss die Einsatzstelle an.

Eine zunehmende Windintensität begünstigte eine massive Brandausbreitung und führte dazu, dass das Feuer über den Main-Donau-Kanal sprang, was zu einem zusätzlichen Waldbrand führte. Dies veranlasste die Nachalarmierung weiterer Feuerwehren und Tanklöschfahrzeuge.

Angesichts der extremen körperlichen Belastung, verstärkt durch eine Temperatur von 37 Grad, wurde die Schnelleinsatzgruppe Verpflegung des Sanitätsdienstes zur Versorgung der Einsatzkräfte hinzugezogen. Des Weiteren wurde die Dispogruppe Ablösezug IB 2 alarmiert, um erschöpfte Einsatzkräfte durch frisches Personal zu ersetzen.

Landrat Kalb machte sich gegen 18.00 Uhr vor Ort ein Bild von der Einsatzstelle und bedankte sich bei den Einsatzkräften für ihre professionelle und herausragende Arbeit.

In Anbetracht einer angekündigten Unwetterwarnung, die für 19.15 Uhr Unwetter für das Gebiet Strullendorf prognostizierte, wurde um 18.45 Uhr entschieden, die Löschmaßnahmen zu beenden und den sofortigen Abbau einzuleiten.

Zur Luftraumerkundung sowie zur Sichtung potenzieller Glutnester wurde die Drohne der Feuerwehr Frensdorf eingesetzt.

Statistik
Brandflächeca. 3 ha Getreidefläche, 2 ha Waldfläche
Einsatzdauerca. 5 h
Eingesetzte Feuerwehren11 durch Erst- und Nachalarmierung sowie zusätzlich 8 Feuerwehren über Ablösezug IB 2
Personalstärkeca. 180 Einsatzkräfte sowie zusätzlich 80 Einsatzkräfte über den Ablösezug
SEG Verpflegung sowie Rettungsdienstca. 20 Einsatzkräfte
Polizei6 Einsatzkräfte zzgl. Edelweiß

Text: Tobias Schmaus, Kreisbrandinspektor
Bilder: Aero-Club Bamberg / Luftbeobachter Oberfranken II (Bild 1), Feuerwehr Hirschaid (Bild 2, 3)

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