Am Mittwoch, 06.05.2026, wurde die Feuerwehr um 17:34 Uhr mit dem Stichwort „THL ERKUNDUNG / klein // Erkundung“ nach Eberau (Ortsteil von Ebrach) alarmiert. Bei Sondierungsmaßnahmen im Rahmen geplanter Bauarbeiten war im Bereich der Ortszufahrt auf einem Acker ein Blindgänger entdeckt worden.
Eine 170-Pfund-Bombe lag etwa einen Meter tief im Boden und war bereits freigelegt. Umgehend wurden umfangreiche Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. Ein Absperrradius von 350 Metern wurde festgelegt, der Gefahrenbereich konsequent gesichert und mehrere Sperrposten eingerichtet – unter anderem wurde die B20 inklusive Radweg gesperrt.
Für die Dauer der Entschärfung musste der Bereich geräumt werden. Insgesamt waren rund 105 Einwohner von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen. Außerhalb des Gefahrenbereichs wurde eine Betreuung organisiert: Im Fitnessstudio wurde eine Betreuungsstelle eingerichtet, dort wurden rund 45 Personen – darunter auch Kinder und betreuungsbedürftige Personen – versorgt. Zusätzlich standen weitere Bereitstellungsräume an der Realschule zur Verfügung.
Der Rettungsdienst war mit mehreren Einheiten vor Ort und stellte die sanitätsdienstliche Absicherung sicher. Nach Abschluss aller vorbereitenden Maßnahmen konnte der Sprengmeister mit der Arbeit beginnen: Die Entschärfung startete um 19:57 Uhr, kurz darauf – gegen 20:30 Uhr – wurde gemeldet: Bombe entschärft. Die Einsatzdauer betrug insgesamt rund drei Stunden.
Im Einsatz waren 44 Einsatzkräfte der Feuerwehr (u. a. Ebrach, Burgwindheim, Großgressingen, Untersteinach sowie FUE Schlüsselfeld) sowie 35 Kräfte des Rettungsdienstes und 4 Kräfte der Polizei – insgesamt rund 90 Einsatzkräfte aller Organisationen.
Bericht: Sebastian Pflaum, Kreisbrandmeister